Details
ISBN/EAN: 978-3-96545-166-7
Einband: kartoniertes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Erschienen am:
13.05.2026
13.05.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
102 S.
102 S.
Format (T/L/B):
0.8 x 19 x 12 cm
0.8 x 19 x 12 cm
Hersteller:
BoD - Books on Demand
info@bod.de
In de Tarpen 42
DE 22848 Norderstedt
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Tod in Venedig. Eine Novelle
Mit einem Nachwort zur besseren Einordnung des Werks
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Beschreibung
Ein dramatischer Tanz zwischen Schönheit und Verfall Gustav von Aschenbach, ein gefeierter Schriftsteller und Inbegriff preußischer Disziplin, sucht Erholung und Inspiration in der magischen Lagunenstadt Venedig. Doch die Begegnung mit dem schönen Knaben Tadzio entfacht in ihm eine leidenschaftliche Sehnsucht, die seine strenge Lebensordnung ins Wanken bringt. Während die Stadt im Fieber einer geheimnisvollen Krankheit taumelt, gerät Aschenbachs innerer Kampf zwischen Pflicht und Verlangen, zwischen apollinischer Form und dionysischem Rausch, immer mehr außer Kontrolle. In einer Atmosphäre von Verfall und Verführung wird Venedig zum Spiegel seiner eigenen Krise - und zum Schauplatz eines existenziellen Dramas, das in der kompromisslosen Hingabe an die Schönheit seinen tragischen Höhepunkt findet. Thomas Manns Novelle ist ein Meisterwerk der Moderne: Sie verwebt Mythos, Erotik und Tod zu einer vielschichtigen Meditation über die Zerbrechlichkeit menschlicher Existenz und kultureller Identität. "Tod in Venedig" ist ein literarischer Paukenschlag, der die Grenzen der Moral sprengt und den Leser mit seiner visionären Tiefe und zeitlosen Aktualität fesselt. Aus dem Nachwort Als Tod in Venedig im Jahr 1912 das Licht der literarischen Welt erblickte, schlug die Novelle wie ein Paukenschlag ein - gefeiert als Sensation, gefürchtet als Provokation. Thomas Mann, bislang als feinsinniger Chronist bürgerlicher Dekadenz bekannt, wagte mit diesem Werk einen kühnen Schritt ins Unbekannte. Mit einer bis dahin unerhörten Radikalität verwob er Erotik, Krankheit, Tod und Mythos zu einem dichten Gewebe, das die Grenzen der wilhelminischen Moral sprengte. Die Zeitgenossen reagierten mit einer Mischung aus Faszination und Bestürzung, denn nicht zuletzt die homoerotische Fixierung des alternden Künstlers auf den Knaben Tadzio stellte eine offene Herausforderung an die gesellschaftlichen Konventionen dar. Manns Novelle wurde so zum Spiegel einer Epoche, die im Glanz ihrer Oberfläche bereits die Schatten des Untergangs ahnte.